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Wissensbasis

Software Factory

Aktualisiert:

Was ist eine Software Factory?

Unser Rat an Teams: Baut nicht die Features, baut die Factory, die sie baut. Der Mensch baut die Factory, und die Factory baut die Software. Ein Agent, der nur baut, ist erst die halbe Factory. Zur anderen Hälfte gehört der Validator, der prüft, was der Agent gebaut hat.

Wie so eine Factory aussieht, beschreibt Addy Osmanis Factory Model: Flotten von Agenten arbeiten parallel, jeder mit eigener Aufgabe, eigenen Tools, eigenem Kontext und einer Feedback-Schleife. Der Mensch schärft derweil die Spezifikationen und reviewt die Ergebnisse. Wer das Modell ernst nimmt, steckt sein Geld in Qualitätskontrolle, präzise Eingaben und verlässliche Umgebungen.

Die Factory arbeitet im geschlossenen Kreis. Die Absicht füllt die Warteschlange, der Harness baut jede Änderung, automatische Checks und das Review lassen sie passieren oder stoppen sie. Deployment und Monitoring in Produktion melden Signale an die Absicht zurück. Bis zum Review-Gate wird erzeugt, am Gate wird geprüft. Deshalb bestimmt das Gate, wie viel die Factory ausliefert. In einer Dark Factory steht am Gate kein Mensch mehr. In einer beleuchteten Factory bleibt dort ein Mensch, und ein weiterer kommt weiter vorn im Ablauf hinzu.

Wie messt ihr eine Software Factory?

Daran, welchen Anteil der Änderungen sie selbstständig ausliefert und was jede einzelne kostet. Eine Definition misst die Effizienz der Factory als ausgeliefertes Produkt, geteilt durch Inferenzkosten plus menschliche Arbeitszeit. Jedes Mal, wenn doch wieder ein interaktiver Agent ran muss, gilt das in dieser Definition als Fehler, aus dem die Factory lernen soll.

Softwareproduktion zählt damit zu den Herstellungskosten statt zu Forschung und Entwicklung. Jeder Euro für Automatisierung muss sich also rechnen.

Was berichten Teams, die eine Software Factory betreiben?

Die berichteten Factories schaffen hohen autonomen Durchsatz dort, wo Spezifikationen, Tests und Umgebungen schon gut waren, bevor die Agenten kamen. Onas Memo-Experiment hat in zehn Tagen 375 Pull Requests gemergt, mit einer autonomen Quote von 87 Prozent. Die meisten dieser Zahlen kommen von Anbietern oder von ungewöhnlich reifen Teams.

Wo die Grenzen liegen, ist ebenfalls belegt. Bei einem Praktiker lief die Factory ohne Menschen, bis ein Issue verlangte, Code zu verstehen, den schon lange keiner mehr gelesen hatte.

Quellen