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Wissensbasis

Kontextfenster

Aktualisiert:

Das Kontextfenster enthält alles, was ein Modell liest, bevor es seinen nächsten Schritt erzeugt. Dazu gehören der Systemprompt, Instruktionsdateien wie CLAUDE.md und die Definitionen aller geladenen Tools. Hinzu kommen die gelesenen Dateien und das bisherige Gespräch. Die Größe wird in Tokens gezählt, und jedes Modell hat eine feste Grenze. Was außerhalb des Fensters liegt, sieht das Modell nicht.

Warum ist ein größeres Fenster nicht die Lösung?

Einen großen Input aufnehmen und ihn auch durchdringen sind zwei verschiedene Dinge. Fakten am Anfang und am Ende eines langen Kontexts finden Modelle zuverlässiger wieder als Fakten in der Mitte. Gemessen wurde dieser Effekt als “lost in the middle” (Lost in the Middle: How Language Models Use Long Contexts (öffnet in einem neuen Tab), 2023). Nähert sich das Fenster seiner Grenze, macht es sich Claude Code laut einem Praktiker außerdem zu einfach, um die Aufgabe noch abzuschließen, bevor das Fenster voll ist (I Didn’t Know These Claude Code Rules (Big Mistake) (öffnet in einem neuen Tab), Sean Kochel, Dezember 2025). Wer das ganze Repository lädt, erschwert dem Agenten also die Arbeit.

Wie halten Teams das Fenster klein?

Sie halten überflüssige Tokens aus der Hauptsitzung heraus und verlagern umfangreiche Arbeit in andere Fenster. Konkret heißt das:

  • Tool-Server nur laden, wenn eine Aufgabe sie braucht.
  • Die immer geladene Instruktionsdatei kurz halten.
  • Suchen und Lesen einem Subagent überlassen, der eine Zusammenfassung zurückgibt.

Auch die Reihenfolge zählt: feste Vorgaben früh, die aktuelle Aufgabe zuletzt. Context Engineering ist die Praxis, dieses Kontextbudget gezielt zu nutzen.

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Quellen

Papers und Berichte

Talks und Videos