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Wissensbasis

Context Engineering

Aktualisiert:

Was gehört in das Kontextfenster eines Agenten?

Das Kontextfenster enthält alles, was der Agent sieht: den System-Prompt, die CLAUDE.md, die Tool-Definitionen der MCP-Server, gelesene Dateien und die Unterhaltung selbst. Je voller es wird, desto mehr Abkürzungen nimmt der Agent, um fertig zu werden, bevor sein Budget aufgebraucht ist.

Für uns ist Kontext-Hygiene eine Gewohnheit und keine Einstellung. Startet bare metal, ladet nur, was die Aufgabe vor euch braucht, und beobachtet den Füllstand wie einen Build-Status. Recherchiert in einem Fenster und setzt den schriftlichen Plan danach in einem frischen um.

Wie haltet ihr das Kontextfenster klein?

Es gibt zwei Wege. Reduzieren heißt, unnötige Tokens aus dem Hauptagenten herauszuhalten. Delegieren heißt, Arbeit an Sub-Agenten oder Hintergrund-Agenten mit eigenem Kontextfenster abzugeben. Jede Technik des Context Engineering gehört zu einem der beiden Wege oder zu beiden.

MCP-Server, die standardmäßig geladen werden, verbrauchen Kontext, bevor die Arbeit beginnt: in einem Beispiel mit Opus 24.100 Tokens, mehr als 12 Prozent des Fensters. Löscht deshalb die Standard-Datei .mcp.json, ladet Server pro Sitzung mit claude --mcp-config, blockiert globale Server mit --strict-mcp-config und prüft das Ergebnis mit /context. Seit Version 1.0.71 lassen sich Server auf einzelne Konfigurationsdateien verteilen, auch getrennt nach lesender und schreibender Variante desselben Dienstes.

Die CLAUDE.md wird immer geladen und wächst nur. Eine CLAUDE.md mit 23.000 Tokens belegt 10 Prozent des Opus-Kontextfensters. Kürzt sie auf das universell Nötige, im Beispiel rund 43 Zeilen und etwa 350 Tokens, und ladet den Rest per Context Priming: eigene Slash-Commands wie /prime bauen den Anfangskontext für eine bestimmte Aufgabenart auf. In die CLAUDE.md gehört nur, was ihr zu 100 Prozent in jeder Sitzung geladen haben wollt.

Warum plant und implementiert ihr in getrennten Fenstern?

Das erste Fenster verbraucht seine Tokens für Recherche und Planung, der Plan landet in einer Markdown-Datei. Ein neues Fenster bekommt den Pfad zu dieser Datei und setzt um. So startet die Umsetzung frisch und mit einem fokussierten Plan.

Läuft eine Sitzung trotzdem voll, hilft ein Context Bundle. Ein Hook protokolliert jeden Tool Call in einer Datei, und ein frischer Agent spielt daraus die wesentlichen Lese- und Schreibschritte nach. Er erhält so etwa 60 bis 70 Prozent des Verständnisses seines Vorgängers, ohne alle Tokens erneut zu verbrauchen.

Speichert den Fortschritt lieber in einer Datei, leert das Fenster und verweist auf die Datei, statt es zu kompaktieren. Weil der Agent nahe am Limit Abkürzungen nimmt, sagt ihm im Prompt außerdem, dass die automatische Kompaktierung den Überlauf auffängt und er Aufgaben nicht wegen des Token-Budgets früher beenden soll.

Quellen